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Aktuelles

 

Liebe Gemeinde,

groß waren Enttäuschung und Irritation. Da hatten einige erwartet, dass jetzt alles besser wird und dann klappt das doch nicht.
Geduld war und ist gefragt. Und dazu braucht es immer wieder Ermutigung. Und Trost.
Nein, es geht heute nicht direkt um unsere aktuelle Lage, sondern um die der Jünger*innen an Himmelfahrt und in den darauffolgenden Tagen.

 

Liebe Gemeinde,
"und siehe, ich mache alles neu". Dieser Satz stammt aus der Offenbarung des Johannes (Offb 21,5) und bezieht sich zugegebenermaßen auf die neue Schöpfung nach dem totalen Ende der Welt.
Naja, ganz ist er noch nicht da, der jüngste Tag. Auch wenn es sich vielleicht teilweise oder in gewissen Momenten so anfühlt.
Aber am jüngsten Tag ist ja alles ganz weg. Und so weit sind wir noch nicht.

 

Liebe Gemeinde,
wie schön ist es vor lauter Freude zu singen. Das ist so. Und das bleibt so. fertig.
Und: Ja, das tut gerade vielen besonders weh: Singet! Aber wie?
Aber jenseits - oder eher diesseits - der eingeschränkten Möglichkeiten bleibt uns das erhalten. Auch wenn wir es gerade nicht ausleben können.

Und am Namen des kommenden Sonntags "Kantate" wird etwas deutlich, dass der Gesang und die Musik ein zentrales Element unserer Evangelischen Gottesdienste ist und bleibt. Es ist ein besonderer Verdienst der Reformation, dass im Gottesdienst der Gesang der Gemeinde ein Teil der Verkündigung ist. Und immer wieder Vertiefung sein kann, dessen, was man hört, feiert, betet, fühlt, empfängt.

 

Liebe Gemeinde,

Psalm 23 gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Psalmen in der jüdisch-christlichen Tradition: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser."

Ein Bild, das es in sich hat. Denn wer ist schon gerne ein Schaf? Oder eine Ziege?

Ja, auf die Perspektive kommt es an. Und die mal hin- und her zu schwenken bringt vielleicht auch neue Erkenntnisse. Zum einen über die Worte der Tradition, zum anderen aber auch über uns selbst. Darüber, was diese alten Bilder in uns auslösen.

Bleiben wir mal beim Schaf oder der Ziege. Dumm, störrisch oder blöd ist das, was wir landläufig mit diesen Tieren verbinden.

 

Liebe Gemeinde,

der kommende Sonntag hat den schönen Namen "Quasimodogeniti".

Diesen hat der Sonntag von einem Vers aus dem 2. Petrusbrief "So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede  und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, auf dass ihr durch sie wachset zum Heil, da ihr schon geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist."
(2. Petrus 2,1-4)

Der Wochenspruch ist dem sehr ähnlich mit "Schmecken" und "Sehen", und "Sinnlichkeit" und "Begierde".

Letztere steht ja traditionell in einem schlechten Ruf. Bei vielen. Bei mir nicht. Und ich glaube auch nicht bei Gott. Ist es doch in den Geschichten der Menschen mit Gott und der Menschen untereinander, nicht die Begierde, die schlechtes tut, sondern immer nur der Mensch.

 

Zwar scheint es vor Karfreitag vielleicht zu früh, vom frohen Wort der Auferstehung zu schreiben. Aber ich möchte es mit Augenzwinkern und Sepp Herberger halten: "Vor dem Spiel ist nach dem Spiel". Und wenn der Karfreitag erst noch kommt, dann gilt doch noch die Botschaft der Auferstehung von letzten Ostern. Oder?

Was etwas seltsam klingt, ist aber eine tiefe und schöne Wahrheit. Ostern ist nicht einfach vorbei. Wir feiern die Auferstehung doch jeden Sonntag in unseren Gottesdiensten. Durchgehend. Und diese frohe Botschaft ist durchgehend geöffnet. Für alle Menschen. Ohne Ruhetag. Auch wenn wir Menschen mal Pause machen. Oder diese Kontinuität unterbrechen. Gottes Sieg über den Tod mitten im Leben bleibt. Sein Sieg der zum Leben führt. Nicht nur ins Jenseits. Sondern in das Leben hier und jetzt. Gestern, heute und Morgen. Sein Licht scheint.

 

Liebe Gemeinde,

viele Menschen in öffentlichen Positionen und an machtvollen Stellen betonen immer wieder, dass sie dienen wollen. Das findet sich auch eigentlich im Wort des (öffentlichen) Dienstes.
Das klingt ehrenwert und ist es auch. Insofern ist der erste Teil des Wochenspruchs für den kommenden Sonntag eher leicht zugänglich und lässt sich mit gegenwärtigen Erfahrungen verknüpfen.
Ausgesprochen schwer wird das aber bei dem Wort "Lösegeld". Das klingt nach kriminellen Machenschaften, Bedrohung von Leben, Geiseln, Gefangenen. Ein ausgesprochen widerliches Feld der Bilder und Assoziationen.

 

Die traditionelle Osterfreizeit der Evangelischen Jugend Vallendar kann coronabedingt 2021 nicht auf der Insel Wangerooge stattfinden. Das Team hat Alternativpläne entwickelt.
Die Umsetzung der Freizeit wurde auf die Pfingstferien verschoben (24. - 31.05.21). So entsteht wieder ein gewisser Hoffnungshorizont.
In den Osterferien gibt es Alternativprogramm für alle bereits angemeldeten und weitere Kinder, solange es freie Plätze gibt. Die „Osterferienspiele“

Liebe Gemeinde,
es fällt generell, aber manchmal aber eben besonders schwer, wenn man nicht singen darf.

"Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, - Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt - Liebe lebt auf, die längst erstorben schien: - Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün."

Ein schönes Lied. Wenn auch die Melodie fremd erscheinen kann. So passt es, schön und fremd zugleich für mich sehr gut zu dem Sonntag Lätare. Das heißt "Freut Euch" - mitten in der Fastenzeit. "Klein-Ostern" wird der Sonntag auch genannt.

"Jesu, geh voran, auf der Lebensbahn!
Und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen; führ uns an der Hand bis ins Vaterland." So klingt ein altes Kirchenlied von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf aus dem Jahre 1725.
Wenn es denn so einfach wäre! Der Wochenspruch aus dem Lukasevangelium lässt daran leicht zweifeln.Hier finden wir harte Bilder auf Rückfragen von Menschen nach der Nachfolge. Die gerne mitmachen wollen. An dieser Stelle finden sich so auch die Worte "Lasst die Toten ihre Toten begraben".

Wer soll denn da mitgehen können? Ernsthaft wohl kein Mensch. Und was ist das für ein Reich Gottes, wo man alles vergessen muss. Das ist doch unmenschlich.