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Verschieden ist normal



 Inklusive Freizeit Wangerooge

Auf Wangerooge bahnt sich ein ernstes Problem an: Spongebob, Burgerbrater von Mr. Crabs wurde entführt. Doch keiner weiß, von wem. Die Drei Fragezeichen werden mit der Lösung des Falls beauftragt. Auch sie drohen zu scheitern, bis sie die Kinder zu Hilfsdetektiven machen…

Die Kinder im Alter von 7-14 Jahren sind Teilnehmende einer Freizeit  der Evangelischen Kirchengemeinde Vallendar auf der Nordseeinsel Wangerooge in der zweiten Osterferienwoche.

Acht Tage verbrachten 53 Kinder und Ehrenamtliche bei exzellentem Wetter und vom ehrenamtlichen Team selbstgestricktem Programm.

Immer wieder schlüpften die Teamer und Teamerinnen mit Hilfe von gebastelten Kostümen in ihre Rollen und verwandelten die Insel in eine Phantasiewelt, in der die Kinder in verschiedenen Spielen auf gemeinsame Ziele hinarbeiteten.

„Wichtig sind uns Gemeinschaftserlebnisse mit zu bewältigenden Herausforderungen, gleichzeitig aber ein hohes Maß an Möglichkeiten, mitzuentscheiden und sich einzubringen“, erläutert Immo Meyer, Jugendleiter der Evangelischen Kirchengemeinde Vallendar, das Konzept der Traditionsveranstaltung, das diese Aspekte berücksichtigt.

Dazu gehört auch eine große Palette an Wahlmöglichkeiten zur Programmgestaltung, die unterschiedlichen Bedürfnissen der Teilnehmenden gerecht wird.

Als Wahlprogramm standen unter anderem Fotografie, verschiedene Bastelarbeiten, Inselexkursionen, Wattwanderung, Strandart, Strandwanderungen, Bogenschießen, Football, Basketball, Fußball, Murmelspiele, Werwolf, Widerstand, Lauras Beauty Palace, Yoga, Mädelskram, Jungskram, Walmuseum, ein Vortrag über die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und Krabben-Pulen an.

Besondere Herausforderung war in diesem Jahr, eine so bunt gemischte Schar in Bezug auf Altersspanne und kulturellem Hintergrund zu einer Gruppe werden zu lassen und dabei individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Teilnehmende mit Behinderung sind nun seit über einem Jahrzehnt normal. Erstmalig war auch eine größere Zahl Jugendlicher dabei, mit denen erste Verhandlungen über eine zukünftige Mitarbeit als Ehrenamtliche geführt wurden. Eine Entwicklung der letzten zwei Jahre ist eine hohe Zahl von Kindern, die nach ihrer Flucht aus Kriegsgebieten erst seit kurzem bei uns leben. Vielfalt konstruktiv für alle zu einem Gewinn zu machen, bedeutet viel Lernen für alle Beteiligten.

Ermöglicht wird dies durch die Kooperation mit der Ökumenischen Arbeitsloseninitiative. Laura Steffen, im Verein hauptberuflich zuständig für die Arbeit mit Geflüchteten, unterstützt den Prozess mit Fachwissen und als Vertrauensperson.

In abendlichen Abschlussrunden, wo das am Tag Erlebte gemeinsam reflektiert wird, wird der Prozess, durch den so eine Freizeitgemeinschaft geht, sehr schön sichtbar.

„Highlight für mich ist, wenn ein Kind, das sich bisher noch nicht getraut hat, etwas zu sagen, dies zum ersten Mal macht, oder ein Kind in seinen Worten von einer neuen Lernerfahrung mit einem Erfolgserlebnis berichtet, die es beeindruckt hat. Oft ist das dann ein vollzogener Perspektivwechsel, der eine neue Sicht auf die Welt ermöglicht“, so Laura Steffen, Sozialarbeiterin der Ökumenischen Arbeitsloseninitiative.

Die nächste große Veranstaltung der Evangelischen Jugend Vallendar sind die Kinderferienspiele in den letzten beiden Sommerferienwochen. Eine Anmeldung ist auch nach Ablauf der Anmeldefrist noch möglich, solange es freie Plätze gibt.



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erstellt am 01.06.19

 

 

 

 

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